atem_der_schlange

Am Ende des Lichtes,
An den Grenzen der Nacht,
Stand Merkur vor dem Ungeborenen der Zeit.
Dann wurde das Universum formuliert;
Dann kamen die Götter daraus hervor,
Die Aeonen des Geburtslosen Jenseits.
Dann vibrierte die Stimme;
Dann wurde der Name verkündet.
An der Schwelle des Eingangs,
Zwischen dem Universum und der Unendlichkeit,
Im Zeichen des Eintretenden Stand Merkur, als vor Ihm
Die Aeonen verkündet wurden.
In Symbolen zeichnete Er sie auf;
Im Atem vibrierte Er sie;
Denn zwischen Licht und Dunkelheit stand Er.
- Ritual d. Merkur -

Im Grenzenlosen sich zu finden,
Würd gern der Einzelne verschwinden.
Da löst sich aller Überdruss;
Statt ssem Wünschen, wildem Wollen,
Statt läst'gem Fordern, strengem Sollen,
Sich aufzugeben ist Genuss.

Weltseele, komm, uns zu durchdringen!
Dann mit dem Weltgeist selbst zu ringen
Wird unsrer Kräfte Hochberuf.
Teilnehmend führen gute Geister
Gelinde leitend, höchste Meister,
Zu dem, der alles schafft und schuf.
Und umzuschaffen das Geschaffne
Damit sich's nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges lebendiges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden,
Zu reinen Sonnen, farbigen Erden,
In keinem Falle darf es ruhn.
Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht's Momente still.

Das Ewige regt sich fort in allem:
Denn alles muss in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.
- Goethe - Eins und Alles -

Seele 

©KaosKobra, 2003


















 

 

 



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